Über Türen, Wienerlieder, Schlümpfe und die Erzdiözese

Am Vormittag des 20. Oktober trafen mehrere Autofahrgemeinschaften aus Baumgarten im herbstlich-nebeligen Horn ein. Unser Ziel war das Canisiusheim, das Priesterseminaristen in ihrem ersten Studienjahr als Wohn- und Ausbildungsstätte dient und auch für Tagungen oder dergleichen genützt werden kann. „Altgedienten“ Pfarrgemeinderäten und –rätinnen war das Haus bereits bekannt. Auch wir Neugewählten machten bald das „Fernsehzimmer“ ausfindig, das für unsere Klausur zur Verfügung stand. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an Christine Szedenik, die in diesem Raum literweise Getränke und Kaffee und tonnenweise Obst und Knabbereien deponiert hatte, um uns die Stunden dort so angenehm wie möglich zu machen.

Am Beginn unseres Arbeitstreffens stand ein geistiger Impuls zum päpstlichen Dokument „porta fidei“ (dt. „Tür des Glaubens“). Dieses brachte uns Harald Mally, der sympathische Spiritual der im Canisiusheim studierenden Seminaristen, näher. Dieses Bild der „Tür des Glaubens“ begleitete uns durch das gemeinsame Wochenende. Harald Mally eröffnete diesen Programmpunkt übrigens mit Wienerliedern, die er am Akkordeon begleitete.


Die nächste Arbeitseinheit nahm ihren Ursprung in vergangenen Sitzungen in Wien: Viele Kärtchen, beschrieben mit vorrangigen und weniger dringlichen, aufwändigen und weniger spektakulären Anliegen, die wir gerne in Baumgarten umsetzen würden, hatten uns nach Horn begleitet. Ebenso begleitet hatte uns der ehemalige Pfarrgemeinderat Stephan Bazalka, der bereits traditionell einen Teil der Klausur moderierte. Unter seiner perfekten Anleitung besprachen und diskutierten wir einen Großteil dieser Themen und konnten einige davon zu einem konkreten Ergebnis bringen.


Auch die geplante Strukturreform in der Erzdiözese Wien kam an diesem Nachmittag zur Sprache. Noch beim Abendessen stellten wir Überlegungen an und diskutierten Alternativen, aber spätestens nach der Vesper hatten sich unsere Gemüter wieder beruhigt. Gut so, denn es folgte ein entspannter und geselliger Abend: Pfarrer Clemens Abrahamowicz zückte die Gitarre und seit dem laut gegrölten Schlumpf-Lied wissen wir, dass auch in frommen jungen Männern kleine Lausbuben stecken können. Angeblich endete dieser Abend für manche erst gegen 1:30 Uhr, das kann aber die Schreiberin dieses Artikels nicht mehr selbst bestätigen.


Nach dem Sonntagsfrühstück feierten wir in der Hauskapelle in sehr familiärer Atmosphäre die heilige Messe. Den restlichen Vormittag lang fand eine „normale“ PGR-Sitzung statt, mit Berichten und Ankündigungen das Pfarrleben von Baumgarten betreffend. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Fahrgemeinschaften wieder bei den Autos und die Türen des Canisiusheimes schlossen sich hinter uns – die „Tür des Glaubens“ konnten wir hoffentlich ein Stückchen weiter offen halten.