Maria hilf!

Die Marienverehrung war seit Jahrhunderten in der katholischen Kirche verankert.  

 

von Helga Högl



Deutsche Kirche Dobratsch
Deutsche Kirche Dobratsch

Die Bitten um Hilfe aber auch die Danksagungen wurden an die Gottesmutter unter verschiedenen, sehr persönlichen Gesichtspunkten gerichtet: An die Himmelskönigin, die Gottesmutter, die schmerzensreiche oder die demütige Maria, Maria in der Verkündigung und  der Todesstunde  oder  bei der Himmelfahrt. Sehr oft suchen die Gläubigen die Schutzmantelmadonna, die Rosenkranz– und Strahlenkranzmadonna, die Mutter mit Kind am Arm oder auf der Mondsichel auf.

Ob in prunkvollen Kirchen oder kleinen Kapellen, als Gnadenbild oder Statue, Maria steht im Mittelpunkt der Verehrung und als Fürbitterin bei Jesus Christus.

In Kärnten steht am Dobratsch die „Deutsche Kapelle“ und sie ist „Maria am Heiligen Stein“ geweiht. Im  einfachen, kleinen Bau befindet sich das Gnadenbild als Filialkirche der Pfarre Bad Bleiberg. In der Nähe steht die „Windische Kapelle“ zu „Maria Himmelfahrt“.

Fromme Bleiberger Gewerke erbauten aufgrund einer Marienerscheinung im 15. Jh. eine kleine Kapelle aus Holz „am Stein“, die 1692 geweiht wurde. Als Gegenstück zur Deutschen Kapelle ließ die Herrin von Wasserleonburg die sogenannte „Windische Kapelle“ im Jahr 1690, als Dank für ein erfülltes Gelübde, errichten. 

Es handelt sich um die zwei höchstgelegenen Marien-Wallfahrtskirchen Europas.