Am Pfingstmontag feierten 20 Jugendliche in unserer Pfarre das Sakrament der Firmung und setzten damit ein bewusstes Zeichen ihres Glaubens.
von Martin Erhard-Kainz
Am Pfingstmontag stand in unserer Pfarre traditionell die Firmung auf dem Programm. 20 Jugendliche entschieden sich bewusst dafür, mehrere Monate gemeinsam den Weg zu diesem Sakrament zu gehen. Damit sagen sie ihr persönliches „Ja“ zu unserem Glauben und bestätigen den Weg, der mit der Taufe begonnen hat.
Die gemeinsame Firmvorbereitung startete Anfang November mit einer Jugendmesse. Beim Firmwochenende in Eggenburg hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Wöchentliche Firmstunden, das gemeinsame Feiern im Jugendkeller, die monatlichen Jugendmessen sowie zahlreiche weitere Aktivitäten begleiteten die Firmlinge bis zu diesem großen Tag.
Als Firmspender durften wir heuer Abt Maximilian Heim aus dem Stift Heiligenkreuz in unserer Pfarre begrüßen. Er zeigte sich nicht nur vom einmal mehr großartigen „GOoD News-Chor“ begeistert, sondern vor allem vom Mut der Jugendlichen, ein klares Bekenntnis zu unserem Glauben abzulegen.
Gemeinsam mit dem Abt konnten wir auch Pater Clemens Maria, einen guten Bekannten unserer Pfarre, willkommen heißen. Er stammt aus Baumgarten und wurde vor elf Jahren selbst bei uns gefirmt. In sehr persönlichen Worten erzählte er, wie gerne er auf diese Zeit zurückblickt und welche wichtige Rolle sie für seine Berufung spielte. In seinen Erzählungen war die Kraft des Heiligen Geistes besonders spürbar.
Der Heilige Geist, der die Menschen im Glauben verbindet, wurde auch während der Firmungsmesse immer wieder erfahrbar. Sei es durch die mehrsprachigen Gesangsstrophen des Chores oder durch die Firmlinge selbst, die in ihren unterschiedlichen Muttersprachen mit „Ich bin bereit“ ihr Bekenntnis zum Glauben ausdrückten. Dabei wurde deutlich, Herkunft und Sprache sind zweitrangig, entscheidend ist der gemeinsame Glaube an Gott.
Auch Lesung und Evangelium führten uns diese Botschaft eindrucksvoll vor Augen. Die Jünger werden vom Heiligen Geist erfüllt und beginnen, in vielen Sprachen zu sprechen, sodass Menschen aus allen Völkern die Botschaft verstehen. Und diese Botschaft ist eine Botschaft des Friedens.
Wie hoffnungsvoll wirkt diese biblische Erzählung gerade in einer Zeit, die von Konflikten und Spannungen geprägt ist. In einer Zeit, in der oft Angst vor dem Fremden geschürt wird und der Blick vieler Menschen nur auf das unmittelbare Eigeninteresse gerichtet ist. Sie erinnert uns daran, dass wahres Verstehen und echter Friede dort entstehen, wo Menschen sich im Glauben verbunden wissen.
„Jesus ist der Herr“ – diese zentrale Botschaft konnten alle verstehen, unabhängig von ihrer Herkunft. Und das, wie der Firmspender augenzwinkernd bemerkte, ganz ohne KI.
Schließlich kam der feierliche Höhepunkt, die Firmspendung. Nacheinander traten die Firmlinge gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten nach vorne. Mit den Worten „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ spendete Abt Maximilian das Sakrament. Für die Jugendlichen war dieser Moment sichtlich etwas ganz Besonderes, das sie wohl ihr Leben lang begleiten wird.
Mit der Segnung der Kreuze, die als Erinnerung an diesen wichtigen Tag mitgegeben wurden, dem traditionellen Gruppenfoto vor der Kirche und einer gemeinsamen Agape zum Ausklang fand diese festliche Feier ihren Abschluss.
Nehmen wir den Gedanken des gegenseitigen Verstehens, der Akzeptanz und des Strebens nach Frieden mit in unseren Alltag. Denn wir sprechen alle dieselbe Sprache – die Sprache Gottes.











































































































