Die Osternacht gilt als die „Nacht der Nächte“. Sie ist der Höhepunkt des Kirchenjahres, in dem wir Christen weltweit die Auferstehung Jesu Christi feiern. Es ist der Übergang vom Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht.
von Manfred Kainrath
Fotos:
Katharina Votava, Yvonne Schröder, Wolfgang Ehrendorfer
Während in Oberbaumgarten die Nacht bereits um 21 Uhr beginnt und die Feierlichkeiten von Kaplan Moses Mgimiloko und Diakon Christian Radolf geleitet werden, startet Baumgarten eine Stunde später mit Zelebrant Pfarrer Pawel Marniak und Konzelebrant Michael Weninger.
Die Feier beginnt zunächst vor der Kirche rund um das Osterfeuer mit der Weihe des Feuers und der neuen Osterkerze. Dann geht es in die dunkle Kirche, erhellt lediglich von der Flamme der Osterkerze, von der aus das Licht zuerst an die Ministrantinnen und Ministranten und dann von jenen an das Volk verteilt wird, begleitet vom Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi).
Nachdem die Dunkelheit der Geschehnisse rund um Karfreitag im Tod Jesu am Kreuz ihren dramatischen Höhepunkt fand, beginnt nun das Licht, weitergegeben von einer Person zur anderen, die Kirche und auch unsere Herzen wieder zu erleuchten und die Dunkelheit wird besiegt.
Bestätigt wird dies im feierlichen Lobgesang Exsultet, es ist zwar eine Nacht, die jedoch "hell wie der Tag" leuchtet.
Die Lesungen aus dem alten Testament führen uns von der Schöpfungsgeschichte - heuer in Baumgarten erstmal seit 23 Jahren nicht von einem Ehepaar, aber nichtsdestotrotz hervorragend vorgetragen -, über den Marsch der Israeliten durch das rote Meer, weiter zur Versuchung Abrahams und den Prophezeiungen des Jesaia. Eingeleitet wurden sie weise und mitunter auch heiter, so wurde auch dieses Jahr wieder mit Jesaia für die Agape danach "geworben".
Der Kurzurlaub unserer Glocken und der Orgel in Rom dürfte ein voller Erfolg gewesen sein, denn bei den mächtigen Akkorden zur Ehre Gottes, dem Gloria, braust die Orgel und erschallen die Glocken mit aller Macht.
Auch wenn das Weihrauchfass erwiesenermaßen nicht mit auf Urlaub war, scheint es ein wenig übermütig geworden zu sein und hat sich von der Begeisterung derart anstecken lassen, dass es an seiner Kette Achter und Loopings vollführt und kaum zu bändigen ist. Ein grandioser Anblick!
Nachdem die Kirchen wieder in hellem Glanz erstrahlen und der wohlduftende Weihrauch durch die Hallen schwebt, kommt das Wasser ins Spiel.
"Neues" Weihwasser wird gesegnet und auch gleich im Volk verteilt und wir erneuern unser Taufversprechen.
Begleitet werden die Lesungen, die Zeremonien und die Liturgie von unserem (diesmal im wahrsten Sinne das Wortes sehr standhaften) GoOD News Chor und nach der Rückkehr der Pfeifen natürlich von unserer Rieger Orgel.
Jeder kann spüren, dass der Gesang des Chores die Freude immer intensiver ausdrückt und diese so auch auf alle Besucher überspringt.
Einem kulinarischem Brauchtum folgend, stehen auch heuer wieder zahlreiche gut gefüllte Körbe mit österlichen Speisen beim Herz-Jesu-Altar und werden im Rahmen der Speisenweihe gesegnet - für ein herzhaftes erstes Frühstück nach der Fastenzeit.
Bevor es jedoch ein Frühstück gibt, sind alle noch ganz herzlich zur österlichen Agape eingeladen, die für so manchen erst im Morgengrauen ihren fröhlichen Abschluss findet. Dabei wird unter anderem einem anderen Osterbrauch gefrönt, dem Eierpecken, ein Wettstreit, der mit der genussvollen Vernichtung vieler Ostereier endet.
Das Leben ist stärker als der Tod, die Liebe ist stärker als der Hass, Jesus hat mit seinem Tod den Tod besiegt - Halleluja!












































































