Am Aschermittwoch startete mit Verabschiedung des Faschings und dem Aschenkreuz unsere Pfarrgemeinde in die 40-tägige Fastenzeit.
von Martin Erhard-Kainz
Fotos:
Martin Erhard-Kainz, Sabine Rummich
Mit dem Aschermittwoch beginnen die 40 Tage der Fastenzeit. Der Name dieses Tages geht auf den Brauch zurück, den Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zu zeichnen oder Asche auf den Kopf zu streuen – ein Zeichen der Umkehr, der Besinnung und des Neuanfangs. Die Fastenzeit lädt uns ein, unseren Lebensstil zu hinterfragen und bewusst zu überlegen, was wir verändern oder neu ausrichten möchten.
In Baumgarten findet traditionell am Nachmittag eine eigene Aschenkreuz-Feier für Kinder statt. Am Abend erhält dann die gesamte Gemeinde im Rahmen der Abendmesse die Möglichkeit auf das Aschenkreuz.
Beim „Kinder-Aschenkreuz“ wurde gemeinsam mit den Kindern zuerst der Fasching verabschiedet. Unsere Pastoralassistentin erschien – passend zum Anlass – sogar verkleidet. Vor dem Altar lag ein buntes Faschingstuch, auf das die Kinder ihre Faschingsschlangen ausblasen durften. Denn mit dem Ende des Faschings beginnt die Fastenzeit. Neben dem farbenfrohen Tuch wurde daher ein lila Tuch als Symbol für diese besondere Zeit aufgelegt. An einem Heliumballon hingen kleine Zettel mit Vorsätzen, auf was die Kinder in der Fastenzeit verzichten wollen.
Diese Zettel wurden später auch in der Abendmesse, an der auch die Firmlinge teilnahmen, vorgelesen. „Süßigkeiten“, „zuckerhaltige Getränke“, „Handy“ oder sogar „Unfrieden“ standen darauf. Jeder Zettel wurde vorgelesen und vom Ballon abgeschnitten – und am Ende stieg der Ballon, nun befreit von seiner „Last“, vor dem Altar auf.
In der Lesung hörten wir den Satz: „Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider!“ Unser Pfarrer betonte in seiner Predigt, dass dieses Motto dazu einlädt, in das eigene Herz hineinzuhören: innezuhalten, zu prüfen, was im eigenen Leben wirklich zählt, und nicht nur nach außen hin alles richtig zu machen.
Nach der Predigt konnten sich die Messbesucher das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen lassen. Es erinnert uns daran, dass alles im Leben vergänglich ist, und gleichzeitig daran, dass wir immer neu beginnen dürfen. Es ist ein Zeichen für Umkehr, Hoffnung und den Start in die Fastenzeit.
Mit dieser Hoffnung und der Einladung, in den kommenden Wochen besonders bewusst hinzuhören, unser Herz zu öffnen und neu zu ordnen, starten wir in die Fastenzeit, im Wissen, dass sie im großen Fest der Auferstehung an Ostern ihren Höhepunkt findet.
































