3 Erstkommunionfeiern wie aus dem Bilderbuch


Am 29. Mai fand im Garten des Pfarrheims unserer Gemeinde ein eucharistischer Marathon statt. Im Rahmen von 3 Erstkommunionfeiern durften 36 Kinder zum ersten Mal den Leib Christi empfangen.

 

von Piroska Kainrath
Fotos: Bernhard Rummich, Vu Phan Quoc



 

Haben Sie schon einmal Lotto gespielt? Das große Bangen, kommen meine Zahlen, kann ich mir endlich meine größten Wünsche erfüllen? ... Und dann der große Augenblick!

 

So in etwa ist es uns heuer wetterbedingt einige Tage vor der Erstkommunion in der Pfarre Heilige Mutter Teresa, Teilgemeinde Baumgarten gegangen. Können wir im Freien feiern

oder ...?

 

Doch fangen wir am Anfang an: Im Jahr 2020 gab es 2 Erstkommuniongruppen. Die eine Gruppe hatte ihr Erstkommunionfest schon im vergangenen Oktober und die zweite Gruppe feierte am

29. Mai 2021 ihre Erstkommunion. Lange mussten die 11 Kinder auf den großen Augenblick warten. 

 

Allerdings startete im November 2020 schon der nächste Jahrgang zur Erstkommunionvorbereitung. Wie auch schon in den Jahren davor, trafen sich 25 Mädchen und Buben einmal pro Woche zum Unterricht. Und doch war alles ganz anders.

 

Aufgrund gesetzlicher Verordnungen konnten wir den Unterricht eine Zeit lang nur online anbieten. Doch Kinder sind oft flexibler, als man glaubt. Mit viel Engagement waren alle bei der Sache. Sie bekamen kleine Aufgaben in ihrer Erstkommunionmappe, wurden jeden Sonntag zum Online-Kinderwortgottesdienst eingeladen und waren wirklich mit Leib und Seele bei der Sache.

 

Dann endlich, Anfang Mai, durften wir uns wieder zu Gottesdiensten in der Kirche treffen. Somit war jede Vorbereitungsstunde ein Wortgottesdienst. Welch Freude, die Kinder wieder von Angesicht zu sehen. Da wir noch nicht singen durften, aber die Lieder für die Erstkommunion doch auch üben mussten, hörten wir die Lieder aus dem Lautsprechern und machten nur die Bewegungen dazu.

 

Im Lauf der Vorbereitung feierten die Kinder dann auch das Fest der Versöhnung. Schön, dass wir durch Jesus immer wieder Vergebung finden und neu beginnen können. Zur Erinnerung bekam jedes Kind einen roten, mit Helium gefüllten Herzluftballon. Denn nach der Beichte fühlten sich alle frei und leicht, so als könnten sie fliegen.

 

Mit Riesenschritten kam der lang ersehnte Tag X näher. Eine Woche davor gab es im Garten des Pfarrheimes, wo dann auch die Erstkommunionfeier stattfinden sollte, die Generalprobe.

 

Wo muss ich stehen bzw. sitzen? Wer geht wo beim Ein- und Auszug? Jedes Kind bekam eine Fürbitte zu lesen und zu guter Letzt wurden auch noch die Alben anprobiert.

 

Als ob nicht schon alle in voller Freude dem Fest entgegen fieberten und sich eine gewisse Nervosität breitmachte, schien es, als ob uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Fast täglich wurden die diversen Wettervorhersagen studiert und interpretiert. Schließlich zeigt fast jedes Smartphone ein anderes Wetter an …

 

Am Vorabend des großen Tages folgten dann einige Eltern der Bitte, beim Aufbauen der diversen Sitzgelegenheiten im Pfarrheimgarten mitzuhelfen. Wir hofften trotz sehr schlechter Wettervorhersagen, dass unsere Gebete erhört werden und wir im Trockenen feiern können …

8 Uhr morgens am 29.5.2021

Das Erstkommunionteam, die Musiker und einige helfende Hände trafen sich bei strahlendem Wetter im Pfarrheim. Vieles war noch zu erledigen, bis es um 10 Uhr mit der ersten von drei Erstkommunionfeiern losgehen konnte. Und dazwischen immer wieder ein besorgter Blick zum Himmel. Doch der hielt, was er morgens versprach. 

Um 9:40 Uhr kamen dann auch schon die ersten Kinder der Gruppe vom Vorjahr. Die Alben wurden angezogen und die aufgeregte Schar beruhigt. Knapp vor 10:00 Uhr hieß es dann: „Aufstellen zum Einzug“, und wir Tischmütter zündeten die Kerzen an. Mit Trompetenklängen begleitet gingen wir durch einen mit Blumen geschmückten Gang im Garten zu unseren Plätzen. Endlich durfte auch wieder gesungen werden.

Nach der Tauferneuerung hörten die Kinder dann in der Lesung, dass Gott manchmal Unmögliches von uns verlangt. Noah solle eine Arche bauen, um Menschen und viele Tiere zu retten. Doch weit und breit war da kein Wasser. Aber Noah gehorchte und wird mit Rettung belohnt. Doch dann schließt Gott mit uns einen neuen Bund. Und zum Zeichen dafür setzt er einen (Regen)bogen in den Himmel.

Im Evangelium sagt dann Jesus zu seinen Jüngern: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“

Im Rahmen der Predigt ging Pfarrer Pawel Marniak auf den Regenbogen ein. Jedes Kind durfte der Farbe entsprechend einen Gegenstand, der es in der Vorbereitung begleitet hat, auf diesen legen.

 

Nach dem Vaterunser war es dann endlich so weit. Der große Moment war da.

Die Kinder bekamen zum ersten Mal den Leib Christi. Jesus kam ganz nah zu ihnen. Im Anschluss daran wurde noch jedem Kind ein schönes Holzkreuz um den Hals gehängt.

 

Nach dem Gruppenfoto und dem Schlusssegen zogen die Kinder dann wieder ins Pfarrheim ein, wo sie noch ein Geschenk bekamen.

 

Um 12 Uhr und um 14 Uhr wurde dann noch mit den heurigen 25 Kindern das Fest der Erstkommunion gefeiert.

 

Fazit:    

Wettermäßig hatten wir 6 Richtige und somit den Jackpot geknackt! Dem Herrn sei Dank!

Die Kinder haben mit der Sonne um die Wette gestrahlt.

Und alles in allem war es ein Tag, an dem der Segen Gottes spürbar war.